Tourismus-Satellitenkonto Burgenland erstellt

In einer kürzlich fertiggestellten Studie wurde ein sogenanntes „Tourismus-Satellitenkonto“ für das Burgenland erarbeitet. Damit wird die wirtschaftliche Bedeutung des heimischen Tourismus genauer erfasst, einschlägige Maßnahmen lassen sich so noch effizienter setzen und überprüfen.

Herkömmliche Tourismus-Statistiken stellen die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus nur unzureichend dar. Experten sind deshalb dazu übergegangen, sogenannte „Satellitenkonten“ zu erarbeiten, die vor allem monetäre Verknüpfungen abbilden und weitreichende Schlüsse zulassen.

In einer umfangreichen Studie von Statistik Austria und WIFO wurde nun ein solches Satellitenkonto für das Burgenland erstellt. Damit wird nun erstmalig aufgezeigt, wie erfolgreich sich der Tourismus im Burgenland entwickelt und welchen Stellenwert er für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Burgenland einnimmt.

Der Vergleich (mit 2017) macht sicher

Anlass für die Studie war die Tourismusstrategie 2022+, die die touristische Wertschöpfung bis 2022 steigern will. Als Ausgangsbasis für die laufende Evaluierung wurden die nun vorliegenden Daten des Jahres 2017 herangezogen. Diese sind überaus eindrucksvoll: Demnach wurden 1,602 Milliarden Euro aus dem touristischen Konsum generiert, das sind 18,3 % des burgenländischen Bruttoregionalprodukts. Mit 41,8 % waren vor allem Tagesgäste die bestimmende Größe im burgenländischen Tourismus. Die direkt und indirekt Beschäftigten aus dem Bereich Tourismus werden 2017 mit 22.670 Beschäftigten angegeben. Gegenwärtig hängt jeder fünfte burgenländische Arbeitsplatz direkt oder indirekt von der Tourismus- und Freizeitwirtschaft ab.

Für 2019 weisen die Hochrechnungen im Bereich der Beschäftigung ein Plus von 3,8 % auf über 24.000 Beschäftigte in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft aus. Auch die Wertschöpfung soll bis 2019 um weitere 3,1 % steigen. Gerade in Zeiten der viel diskutierten konjunkturellen Abschwächung bietet die Tourismuswirtschaft demnach sichere Arbeitsplätze und garantiert auch für die kommenden Jahre steigende Wertschöpfungen.

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28.01.2020