Tourismusforum: Individualität statt Mittelmaß

200 burgenländische Touristiker folgten Mitte Mai der Einladung zum heurigen Tourismusforum nach Weiden am See. Im trendigen „das Fritz“ gab es spannende Interviews, einen packenden Vortrag sowie vielseitige Diskussionen rund um Aktuelles im heimischen Tourismus.

ORF-Wetterexperte und Wahlburgenländer Marcus Wadsak führte durch den Abend, der unter dem Motto „Individualität statt Mittelmaß“ stand und interviewte dabei Landeshauptmann Mag. Hans Peter Doskozil, Tourismuslandesrat MMag. Alexander Petschnig sowie Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton zu aktuellen Entwicklungen in der burgenländischen Tourismuswirtschaft.

Landeshauptmann Doskozil hob hervor, wie wesentlich die Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Kultur sei: „Die burgenländische Kultur“, so Doskozil, „hat eine enorme touristische Anziehungskraft. Das beste Angebot jedoch kann nur bestehen, wenn es entsprechend beworben wird. Deshalb ist die Zusammenarbeit zwischen Burgenland Tourismus und den Kulturträgern – zum Nutzen beider – so bedeutsam.“ Zusätzlich unterstrich er, wie wichtig auch im Tourismus das Augenmerk auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Bio-Produkten sei, denn „immer mehr Menschen legen Wert auf Bio-Qualität und nachhaltige Ferien.“

Wettbewerbsfähig durch Weiterentwicklung

Tourismuslandesrat MMag. Petschnig beleuchtete die „touristischen“ Stationen seiner bisherigen Amtszeit sowie Stärken und Profilierungschancen des Urlaubslandes Burgenland: „Wettbewerbsfähig sind nur jene, die sich weiterentwickeln. Im Burgenland haben wir viele Qualitätsbetriebe, die sich durch eine klare Positionierung vom Mittbewerber abheben. Es gilt, diese den Gästen entsprechend zu kommunizieren.“

Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton gab einen Rückblick auf das Tourismusjahr 2018 sowie einen Ausblick auf die Herausforderungen für 2019: „Künftig“, erläuterte Anton, „muss es noch stärker um mehr Ganzjahrestourismus, mehr Auslastung und Wertschöpfung durch Steigerung von Angebotsstruktur und -qualität, um die noch stärkere Bündelung touristischer Organisationen sowie um die Positionierung des Burgenlandes als ‚Kraft- und Energietankstelle‘ gehen.“

Wir brauchen Possibilisten 

Höhepunkt des Abends war ein Vortrag von Universitätsprofessor Mag. Dr. Markus Hengstschläger, dem international renommierten Humangenetiker und Bestsellerautor („Die Durchschnittsfalle“). Unter dem Titel „Die Zukunft kommt so oder anders: wir müssen uns auf beides vorbereiten“ referierte er über den Zusammenhang zwischen individuellen genetischen Voraussetzungen („Talent“) und den Erfordernissen von Gesellschaft und Marktwirtschaft. Sein Credo: „Sich dabei zu sehr auf das Bekämpfen von Schwächen zu konzentrieren raubt nur Zeit, sich seinen Stärken zu widmen und generiert Durchschnitt, den größten Feind von Innovation. Nicht blauäugige Optimisten, nicht Ängste und Pessimisten – wir brauchen Possibilisten“, so Hengstschläger.

 

Bild: © Muik


27.05.2019