Vielversprechender Start für Tourismusdatenbank

Dieser Tage wurde der Aufbau einer „einheitlichen Tourismusdatenbank“ im Südburgenland gestartet – und damit einer der zentralen Forderungen der aktuellen Tourismusstrategie Rechnung getragen.

Ein destinationsübergreifendes digitales System für Information, Content und Vertrieb zu schaffen – so lautete eine der zentralen Forderungen der Tourismusstrategie 2022+, die im heurigen April veröffentlicht wurde. Mit dem nun gestarteten „Aufbau einer einheitlichen Tourismusdatenbank im Südburgenland“ als Förderprojekt von „LEADER-Südburgenland plus“ ist man diesem Ziel einen bedeutenden Schritt näher gekommen.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt recht zügig: Ab 2019 sollen alle Tourismusverbände im Südburgenland mit den Systemen von Feratel und Outdooractive arbeiten. Beide Systeme werden seit Jahren im Wirkungsbereich der Neusiedler See Tourismus GmbH flächendeckend eingesetzt und sind deshalb in der Praxis bestens erprobt. Auch die Website von Burgenland Tourismus greift auf diese Datenquellen zurück. Der Einsatz der beiden digitalen Systeme im Südburgenland wird künftig den Datenaustausch mit Burgenland Tourismus erleichtern und die zentrale Darstellung von touristischem Content aus dieser Region verbessern.

Basis für noch effizientere Vermarktung

Für Tourismuslandesrat MMag. Alexander Petschnig ist das Projekt zukunftsweisend: „Ich sehe in diesem Schritt eine Vorleistung für eine größere Tourismusverbandseinheit im Südburgenland, die wir gerne unterstützen. Das System bildet die Basis für eine noch effizientere Vermarktung des touristischen Angebots im Land.“ Träger des Projekts ist der Kurfonds Bad Tatzmannsdorf, die „Anschubfinanzierung“ wird von der Burgenland Tourismus GmbH übernommen.

Im aktuellen LEADER-Projekt ist übrigens auch die Ausbildung von Tourismus-Coaches vorgesehen – ebenfalls eine Forderung der Tourismusstrategie 2022+. Sie sollen südburgenländische Klein- und Mittelbetriebe bei der Digitalisierung unterstützen und deren Angebot stärker online präsent und buchbar machen. Dazu werden die Mitarbeiter der Tourismusverbände als Coaches geschult. „Schlussendlich“ so Burgenland Tourismus-Geschäftsführer Hannes Anton, „bildet das einheitliche Datensystem im Zeitalter der Digitalisierung die Basis dafür, die Region voranzubringen und so einer positiven Zukunft entgegen zu schauen.“ Bei LEADER handelt es sich um eine EU-kofinanzierte Fördermaßnahme für die Entwicklung ländlicher Regionen unter Einbindung der lokalen Bevölkerung.


24.10.2018